Drei Hypos - drei Geschichten



Ein unterzuckerter Diabetiker ist wie eine Fernsteuerung für den TV mit halb leeren Batterien. Erst geht alles ganz easy, irgendwann reagieren die Knöpfe nur noch nach Zufall und mit einer Menge Glück - da kann man noch so feste drücken,.. und dann funktioniert irgendwann eben gar nichts mehr. Kennt ihr, oder?

Ich wollte von euch in meinem letzten Post gerne wissen, was passiert, wenn ihr eine Ladung Zucker bei halb vollen Batterien nötig habt. ...Schon klar, der Optimist würde an dieser Stelle fragen, was passiert, wenn die Batterien halb voll sind. Vermutlich ist der Optimist aber auch kein nach Zucker ächzender Diabetiker!

Die drei einprägsamsten Geschichten, die mich im Zuge des Gewinnspiels erreicht haben, würde ich euch also gerne an dieser Stelle vorstellen.

1. Unterzuckert beim ersten Date
Das erste Date ist aufregend genug. Was man dabei wohl so gar nicht gebrauchen kann, ist ein niedriger Blutzucker, der einem einen Strich durch die Rechnung macht. An diesem Abend war die Rechnung allerdings noch gar nicht ausgestellt, als diese Blog-Leserin in einer Bar unterzuckerungsbedingt weiche Knie bekommt und vom Stuhl kippt. Die ganze Bar muss gedacht haben, sie sei betrunken. Dabei hatte sie nicht mehr als eine Cola light getrunken. Nur gut, dass bekannt ist, dass sie Diabetikerin ist.
Während des Trubels hat sich das Date still und heimlich aus dem Staub gemacht und war nie wieder gesehen.  Aber wie sagt man so schön? Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

2. Ein treuer Begleiter
Nicht nur unser Diabetes ist ein treuer Begleiter, der uns liebend gerne 24/7 auf Trab hält. In dieser Geschichte, die eingeschickt wurde, geht es um ein einen treuen Vierbeiner, der seinem Frauchen ganz ohne Ausbildung zum Diabetikerwarnhund eines Nachts trotz der Verlockung mit dem Herrchen noch eine Runde Gassigehen zu können, nicht von der Seite weicht. Stattdessen schmiegt sich diese Fellnase so fest an sein Frauchen, dass diese davon wach wird und gerade rechtzeitig noch den Blutzucker (32mg/dl) misst. Gassigehen wurde daraufhin zwar erstmal verschoben, aber ich denke einen Haufen Leckerchen und eine Portion Extrliebe hat dieser kleine Hypohelfer sich garantiert verdient.


3. Mama, ich bin unterzuckert
Es gibt die, die sich schon bei 120 unterzuckert fühlen, die die ihre Hypo wenig bis gar nicht wahrnehmen und eben die, die sie wahrnehmen aber sich nicht verständigen können. Die Rede ist von Babys und kleinen Kindern.
Genau aus diesem Grund verdienen diese Familien besonders viel Respekt. Denn Schreien kann viel bedeuten. Das typische: Hunger, Pippi, kalt, Bauchweh, Langeweile, kuscheln. Oder eben: unterzuckert.
Wie allerdings unterscheide ich als Eltern das Eine vom Anderen? Genau vor dieser Herausforderung stehen diese Famielen tag täglich und nächtlich - und sie leisten ganz tolle Arbeit!-


Das waren nur drei kurze Auszüge aus vielen Geschichten, die mir im Rahmen des Gewinnspiels zugeschickt wurden. Ich möchte mich noch einmal bei allen Teilnehmern fürs mitmachen bedanken. Die Gewinnerin wurde benachrichtigt und hat zwischenzeitlich ihr Paket erhalten und sich sehr gefreut.

Ihr habt auch noch eine Hypo-Geschichte? Dann erzählt doch mal. Ich bin gespannt.
Hier gehts übrigens zu 8 verschiedenen Arten von Unterzuckerungen :)

Viele Grüße



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