Wie man seinen Typ 1er richtig behandelt - #DBW2015



Freunde, Familie, Angehörige. Was wünscht du dir von deinem Typ-F Umfeld, wie möchtest du behandelt werden, und was schießt eindeutig über das Ziel hinaus?

Wer kann diese Frage besser beantworten, als ein Typ F'ler, der eine Menge Zeit mit mir verbringt?
Der Typ F'ler, der einigen von euch vielleicht schon durch andere Beiträge bekannt ist, war schnell gefunden und ließ sich nicht lange bitten.
Ganz alleine stellte er die folgenden Zeilen auf und ließ sie mir anschließen zukommen, sodass ich mit ein bisschen Pippi in den Augen zu kämpfen hatte. 
Danke, an den tollsten Freund der Welt, der nicht nur mich, sondern auch noch einen mindestens genauso launischen Typ 1 Diabetes aushält. Du bist toll!

Nach dieser kurzen Anrede, übergebe ich das Wort an Philippe. Viel Spass!

Der Umgang mit einem Typ1er erfordert in manchen Situationen etwas Fingerspitzengefühl und ein gewisses Maß an Erfahrung.Trotzdem gibt es gewisse Punkte, die in jeder Typ1 - TypF Beziehung stimmen sollten. Nachfolgend habe ich für euch ein paar (für mich) wichtige davon aufgelistet. Viel Spaß und wie immer - nicht alles ganz so ernst nehmen ;)


Wie man seinen Typ 1er richtig behandelt - aus der Sicht eines Typ F'lers



1. Immer was zu Essen dabei haben
Ich meine wirklich IMMER. Egal ob im Sommerurlaub am Strand oder bei einem Sonntags-Spaziergang auf den Mt. Everest, die nächste Unterzuckerung kommt bestimmt. Für solche Fälle habe ich zum Beispiel den Aschenbecher im Auto in ein Traubenzucker Lager umfunktioniert.

2. Verständnis haben 
Auch wenn es mir manchmal nicht passt, kann sich der Durchschnittsdiabetiker den Zeitpunkt einer Unterzuckerung nicht direkt aussuchen. Also auch wenn es nervig sein kann, sollte man die Gelassenheit nicht verlieren und die (vorübergehende) Matsche im Gehirn des Diabetikers hinnehmen und damit umzugehen wissen.

3. Akzeptieren, was man nicht ändern kann 
Auch wenn wir (Typ-F’ler) uns so gut wir können um unsere lieben T1er kümmern, so werden wir vermutlich nie selbst spüren wie sich ein Blutzucker von 300+ anfühlt. Das Gespräch unter zwei T1ern werden wir wohl nie ganz ersetzen können. Das müssen wir wohl oder übel so hinnehmen. Aber das ist auch okay so. Dafür können wir andere Dinge ;)

diabetes-blog-woche
4. Interesse zeigen
So einfach dieser Punkt klingt, so oft wird er nicht ernst genommen. Dabei reicht es nämlich nicht bloß den Unterschied zwischen Typ1 und 2 Diabetes zu kennen (Grüße an dieser Stelle an RTL). Wer seinem Diabetiker ein gutes Gefühl geben möchte, der interessiert sich auch für neue Produkte und die aktuellsten technischen Hilfsmittel. Natürlich muss man es hier nicht übertreiben, aber es hilft allen Beteiligten, wenn man Begriffe wie CGM oder HbA1c schonmal gehört hat und eventuell sogar darüber Bescheid weiß ;)

Natürlich ist es mit diesen Punkten noch nicht getan, allerdings ist man damit auf einem guten Weg. Ich hoffe, ich konnte dem ein oder anderen "Leidensgenossen" ein paar Tipps geben. 
Am Ende ist es jedoch wichtig, dass es von euch kommt. Falls ihr euch mal nicht sicher seid, wie ihr euch in bestimmten Situationen verhalten sollt, kann ich euch nur das offene Gespräch mit eurem Typ1er empfehlen. Fragen kostet ja bekanntlich nichts und schließlich ist auch ein Diabetiker ein Mensch, und die sind nunmal alle verschieden ;)



In diesem Sinne, Grüße und bis zum nächsten Mal!


1 Kommentar

  1. Super geschrieben, Danke an alle F'ler die uns mit Antihypofutter versorgen, unsere Launen aushalten und auch sonst immer für uns da sind und einfach unterstützen

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