Momente eines jeden Diabetikers


 Ich melde mich nach einer meiner Meinung nach zu langen Schreibblockaden-Pause zurück. Die Semesterferien neigen sich leider schon wieder dem Ende zu, aber die ersten Sonnenstrahlen lassen mich diese Tatsache vorerst noch vergessen. Eigentlich sollte ich dieses Wochenende in München mit ganz vielen anderen Bloggern verbringen, aber wie sollte es anders sein: Der Unialltag wollte mich doch wieder schneller zurück als eigentlich geplant (blöde Pflichtveranstaltungen!)


Vielleicht habt ihr mich diesen Monat ja schon im Diabetes-Journal entdeckt?

In der aktuellen Ausgabe ist nämlich unteranderem ein Interview mit mir über den Blog.














Heute soll es um verschiedene (un)erklärliche Blutzuckerszenarien gehen, die vermutlich jeder von  uns in regelmässigen Abständen durchlebt.


1. Der Alles-läuft-rund-und-ich-habe-keine-Ahnung-wieso-Tag
Von diesen Tagen sollte es definitiv mehr geben. Der Diabetes lässt sich von Nichts und Niemandem beirren. Leider, endet diese Glückssträhne meistens genauso plötzlich, wie sie gekommen ist...


2. Der Alles-läuft-schief-und-ich-habe-keine Ahnung-wieso-Tag 
 Von diesen Tagen sollte es definitiv weniger geben. Der Diabetes lässt sich von Allem und Jedem beirren. Das Geheimrezept: Stark bleiben und das ganze Aussitzen.


3. Die Berg-und-Thal-Fahrt
Verstehe einer diesen Körper. Gebe ich Insulin, ist es falsch, Esse ich etwas bei der Hypo, passt es ihm auch nicht.


4. Der-Vorführeffekt-Blutzucker
Ihr kennt das: Schnell einmal den Blutzucker checken (auf der Arbeit/ in der Schule) und zack,... plötzlich sind alle Augen auf dich gerichtet. Dieser kleine Pieks hat eine wahnsinnige Anziehungskraft. Und genau in so einem Moment, wie sollte es anders sein, ist der Wert selbstverständlich zu hoch/tief, sodass die ersten umstehenden Nichtdiabetiker schon panisch ans Handy greifen um bei einem Wert von 210 (das ist ja vieeeeeel zu hoch, oder?)
einen Rettungswagen zu rufen...


5. Der No-go-Moment
Egal ob es ein wichtiges Essen ist, eine Sportveranstaltung oder einfach nur eine Präsentation. Genau in solchen Momenten muss der Diabetes mitspielen. Jemand der schonmal im Unterzucker versucht hat etwas Produktives zustande zu bringen, weiss wovon ich rede...
Leider hat der Diabetes oftmals ein äusserst schlechtes Timing, und auf persönliche Schicksale nimmt er eh seltenst Rücksicht...


6. Der Ich-bin-geheilt-Moment
In der letzten Stunde habe ich in etwa 20 Cheesburger inklusive 2 Liter Limonade vernichtet. Wie um alles in der Welt kann mein Blutzucker jetzt im Zielbereich sein? Ich glaube, ich bin geheilt!


7. Der ich-mache-dir-doch-wieder-einen-Strich-durch-die-Rechnung-Tag
Endlich lässt sich eine Regelmässigkeit in den seit Tagen zu beobachtenen Schwankungen erkennen. Ab morgen können diese also endlich verhindert werden. Denkste!...
Wie oft habe ich mir das schon gedacht, und als hätte der Diabetes mich und meine Bemühungen gehört, ist's am nächsten Tag doch wieder anders als gedacht und vorallem geplant...


Jetzt bin ich gespannt. Was sind eure No-Go-Momente? Wann hattet ihr schonmal dieses 'ich bin geheilt Gefühl' ?

Wir lesen uns
Liebste Grüüüüüße




Kommentare

  1. haha, Du triffst den Nagel auf dem Kopf ;)
    als ich noch mein Abi gemacht hab, haben meine Freunde angefangen "Wetten" über meinen aktuellen Blutzucker abzuschließen und daraus echt ein Spiel entwickelt :D wer am nähesten dran lag, bekommt irgendwas :P und das behalten wir sogar bis heute noch bei :D

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  2. Der Man-hat-Überzucker-ist-unterwegs-und-nirgendwo-ist-eine-Toillette-Abend. Meistens wenn man mal Party macht oder etwas dergleichen und einfach nur nen schönen Abend haben will. Und man auf einmal andauernd pinkeln gehen muss .. auch sehr freudig!

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