Die Sache mit den Tattoos...


Die Online-Community wächst stetig, und mit ihr auch Tag für Tag die Frage nach Tattoos, die Frage nach dem 'Dürfen' und vorallem nach dem 'was'.


Tattoos, diese bunten (oder auch gar nicht bunten) Gemälde auf dem Körper, bei denen sich bekanntermassen regelmässig die Geister scheiden.
Der Eine findet es schön, der Andere eben nicht.
Der Eine mag es klassisch, der Andere ausgefallen. Der Eine direkt, der Andere versteckt.
Der Eine ist Diabetiker, der Andere eben nicht.

Wie bei vielem im Leben müssen die Rahmenbedingungen stimmen. Den Spielverderber spielt im seltesten Fall der Diabetes, wenn überhaupt ist es meistens die schlechte Einstellung. Und für die kann der Diabetes alleine häufig eben nichts.

In der Online-Community habe ich beobachtet, dass viele sich ein Tattoo stechen lassen möchten, das im Zusammenhang mit ihrem Diabetes stehen soll. Direkt, damit im Ernstfall der Helfer bescheid weiss, womit er es zutun hat, oder indirekt, nur für sich selber erkennbar.
Eine tolle Idee und ein tolles Zeichen, wenn man diese Art von Körperschmuck mag. Viele unterschiedliche Motive, mit denen die Betroffenen auf ihren Begleiter aufmerksam machen wollen, habe ich mittlerweile schon gesehen.
Und das finde ich gut so. Jeder sollte aus seinem Körper machen, was er für richtig hält. Vorallem hat mir die kreative Art vieler dieser Tattoos sehr gefallen. Noch steht den Meisten das Diabetesmonster ausser manchmal etwas schlechter Laune ja noch nicht auf die Stirn geschrieben. Einem Gleichgesinnten bin  ich durch diese Art der 'lebenden Krankenakte ;-)' aber leider noch nicht begegnet.

Für mich gibt es genau einen Grund dafür, wieso ich mir meinen Diabetes nicht tattowieren lassen würde. Und das hat absolut nichts damit zutun, dass ich es nicht mögen würde, nicht schön oder überflüssig fände.
Man sollte zu seinem Begleiter stehen, und wieso nicht durch ein Tattoo?
Aber mein Grund ist ein Anderer: Ein Tattoo hält lebenslang. Genauso wie nach heutigen Forschungen auch der Streik unserer Bauchspeicheldrüsen.
In dem Moment, wo ich mir also irgendetwas, das in Zusammenhang mit dem Diabetes steht tatoowieren lassen würde, würde ich mir selber damit eingestehen, dass ich nicht mehr daran glaube, dass der Diabetes irgendwann geheilt wird. Und solange wir keine Zeitmaschine erfunden haben, die das Gegenteil beweist, möchte ich daran nicht glauben!
In meiner Welt lachen wir in 10 Jahren alle nur noch über das antike 'Zuckerkrankheitwort' weil irgendein Wissenschaftler es endlich geschafft hat Energy auf die langerhannsche Inseln zu bringen... Und dann brauche ich auch kein Diabetestattoo mehr.
Soweit meine Phantasie...Und mein Glaube daran, dass es irgendwann jemand schafft, die Bauchspeicheldrüse wiederzubeleben. Meine befreundeten Medizinstudenten, die ich damit schon beauftragt haben, wissen wovon ich rede!

Habt ihr Tattoos? Warum habt ihr euch dazu entschieden und vorallem wie habt ihr euer Zuckermonster verewigt ? Ich bin neugierig.
Mit diesen Worten: Ran an die Nadeln, ich bleibe erstmal beim bloggen








Kommentare

  1. Deswegen bleibt vor meinem "type one" am Arm Platz für ein "I used to be", das fest eingeplant ist :)

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  2. hallo ich möchte mir gern das englische Wort für Diabetes auf den Unterarm stechen lassen, dies aber nicht so streng sondern kreativ um aus einen Problem einen schönen Körperschmuck zu tragen. Mein Beweggründe dafür ist ein Gespräch mit einem befreundeten Sanitäter und dieser meinte das dies die beste Möglichkeit wäre im Ernstfall als Diabetiker erkannt zu werden, da du ja deinen Ausweiß nicht um den Hals trägst. Genau so ist es mit den SOS Ketten/Armbändern ziemlich schwierig, da diese auch schnell mal Zuhause vergessen werden könnten oder im Extremfall verloren.

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