Diabetes ist (k)ein Zuckerschlecken

 
Alles hat eine Schatten und eine Schokoladen...ääääh, den letzten Tagen nach zu urteilen eine Sonnenseite. 

Warum Diabetes für mich das Zuckerschlecken schlechthin ist und speziell dieses Wochenende war? 
Weil ich die letzten Tage mindestens genauso viel Eis gegessen haben, wie meine nicht
Insulinjunkie - Bekannten auch...wenn nicht sogar mehr!

Vielleicht sind Schuhe auch nicht das erste Wort dass ihr mit Zuckerschlecken in Verbindung bringt, aaaaaaber im übertragenden Sinne ist der Diabetes für mich die nächsten Tage auch wenn es mit viel Arbeit verbunden sein wird und einer Menge Disziplin eine Art Wohltäter. Und wenn er mir schon zu neuen Schuhen verhelfen kann, dann nehme ich ihn auch besten Gewissens gerne in die Kategorie Zuckerschlecken auf.

Philippe und ich haben verhandelt, nachdem ich mein "Häufig-Messen" zugegebener weise wieder etwas habe schleifen lassen, dass ich unter den Voraussetzungen
1. Immer mindestens 5 mal am Tag zu messen
und 2. weil er mich und das was ich für ein paar Schuhe tun würde kennt; nicht 1x um 22:31 und nochmal um 22:34 und ein drittes mal um 22:35 Uhr zu messen,
ein paar Schuhe meiner Wahl im Internet bestellen darf. Jippie. Soweit die erste Euphorie. 
Jetzt wird noch darüber verhandelt wie er das ganze nachvollziehen will. Aber das bekommen wir sicherlich auch noch hin :)

Nun dazu, wieso der Diabetes speziell im Sommer für die ein oder andere Herausforderung sorgt und deswegen vielleicht doch mal die Kategorie wechselt...

1. Siehe das Bild oben. Welcher Pumpemträger kennt es nicht?! Nach ein paar Sonnentagen und dem ein oder anderem mal Katheterwechseln sieht der Diabetiker eher aus wie ein Dalmatiner. Denn da wo die Pflaster sind komm kein Sonnenstrahl durch. Während also nun Bauch, Beine und Co schön Schokobraun werden, sieht man erst beim Wechseln des Katheters das Disaster. Eine kleine ovale weiss gebliebener Fleck...
2. Wie um alles in der Welt halte ich das Insulin bei 36 Grad im Schatten kühl. Ich glaube eine Anleitung gibt es dafür nicht. Mich alleine rettet immer der Gedanke, dass ich es mithilfe einer Kühltasche mit Pumpe und Insulinvorräten fürn ca. 1,5 Monate immerhin schonmal durch das Death Valley in den USA im Hochsommer bei 50 Grad geschafft habe. Da sollte ja ein Freibad o.Ä. eigentlich keine Herausforderung mehr sein...
3. Lecker zuckersüsses Eis. Diabetiker dürfen Zuckerschlecken. Gerne auch am Stiel oder in der Waffel. Herausforderung ist nur das ganze bei 35 Grad schnell genug zu berechnen bevor es komplett verlaufen ist. Die gute Nachricht: Das ist bei mir bisher immer gut gegangen. Und falls nicht so war und bin ich mir doch sicher, dass notfalls einer meiner Begleiter immer noch etwas Platz im Magen frei hat..
4. Die Werte spielen verrückt. Das Wetter macht dem Körper zu schaffen. Manche bekommen Kopfschmerzen, ich unterzucker. Nun so ist das zumindest die ersten sonnigen Tage. Aber gegen ein Eis als Traubenzuckerersatz hatte ich auch noch selten etwas einzuwenden ;)

Geniesst das tolle Wetter !
P.S.: Zugegeben so braun wie auf dem Bild oben bin ich noch laaaaange nicht, es ist gemalt ;)
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