Glück auf, Sommer!

Endlich wieder Sonne. Ja, genau...Zugegeben, ein in letzter Zeit äusserst seltenes Schauspiel: Dieses glühende Etwas das vielleicht doch der ein oder andere beim Blick nach oben, erkannt hat. Angeblich wird es von Laien auch Sonne genannt.
Und was gibt es besseres als genau an so einem Tag ein Bergwerk zu besichtigen?!

Wir machten uns also pünktlich um 10 Uhr (JAAA MORGENS) zu 6 mit dem Auto auf den 150 km langen Weg Richtung Thüringen, ins Erlebnisbergwerk.

Ich persönlich war ja schon ein bisschen nervös. Unter anderem vielleicht, weil mir mit Absicht weitere Details bezüglich was uns erwartet vorenthalten wurden. Ich solle mich überraschen lassen.

Nach dem Hinweis, dass wir aber deutlich tiefer als 100m, und auch als 200m, und auch als 300m unterwegs seien würden, überkamen mich dann doch Zweifel, ob 4 Plättchen Traubenzucker mich in solchen Tiefen im Notfall wirklich retten sollten.
Also ab in den nächsten Supermarkt. Denn neben meiner Paranoia, wer rettet mich Kilometer tief unter dem Boden, galt es 6 knurrende Mägen zu füllen.

Frisch gestärkt kamen wir dann wenige Minuten später bei dem Erlebnisbergwerk Merkers an. Ich hatte ja keine Ahnung was mich hier erwarten sollte, aber das Plakat Regeln für das Radfahren unter Tage und das Wort LKW, halfen nicht unbedingt meine Skepsis zu bekämpfen.

Nach einer kurzen Einführung, sollten wir uns dann ultramodische blaue Kittel mit Bergwerkaufdruck anziehen und unseren sexy Helm aufsetzen.

Unter Tage - Baumeister-Selfie
Da standen nun also ca. 50 Leute in blauem Kittel und Helm auf dem Kopf vor dem 3 stöckigen Aufzug, und konnten es nicht erwarten mit einem Tempo von 8m pro Sekunde in die Tiefe zu rasen.



Unten erwarteten uns dann tatsächlich die versprochenden LKWs, und nach der Info, dass es hier unter Tage ein Strassensystem von 4600 km gibt, meines Erachtens auch eine gelungene Idee.
Die ganze "Führung" sollte 3 Stunden gehen;fahren. Aber wir sollten schnell merken, dass das ganze keine Spazierfahrt werden sollte. Die Helme hatten angesichts der Tatsache, dass die Decke wenn wir sassen nur eine Armlänge von uns entfernt war, neben der Aussehen-wie-Bob-der-Baumeister-Funktion auch tatsächlich eine Schutzfunktion.
Regel Nr. 1 während der Fahrt: Sitzen bleiben und guuuuuuut festhalten!
Aber angesichts des Fahrstils, begriffen wir auch schnell, dass die Ansage "Falls Helme im Eifer des Gefächtes verloren gehen.." auch ernst gemeint waren.
Denn die Fahrer machten sich einen Spass daraus, durch die stockdusteren Gänge und Kurven zu heizen, dass die mittlere Reihe, die keine Rückenlehne hatte nur noch kurz aufschrie und uns dann auch recht schnell halb auf dem Schoss lag. Wer hatte auch damit gerechnet ?

Aber genau das machte diese Führung zu etwas ganz besonderem. Denn anders als: Ich erzähle; ihr hört zu wie in der Schule, erinnerte die Fahrt an eine Abenteuerfahrt und man wusste nie was als nächstes kommt.

Insgesamt haben wir 3 grosse Halts gemacht, in denen wir uns unter anderem auf interessante Weise die Geschichte des Salzbergwerks erklären haben lassen und uns eine Kristallhöhle angeschauen haben.
Und wer hätte das gedacht. Gegen Ende der Tour standen wir dann plötzlich in einem unterirdischem riesigen Raum, in dem regelmässig Konzerte 400m Unter der Oberfläche stattfinden. Dahinter direkt: Der tiefste Hochseilgarten der Erde.

Alles in allem war meine Angst also berechtigt. Denn damit hatte ich wirklich nicht gerechnet. Aber gerade weil das ganze so ausgefallen war, bin ich von der ganzen Sache auch so begeistert. Auch wenn ich am Ende doch froh war wieder lebend, wenn auch mit gewaltig Druck auf den Ohren wieder heil oben, (im Sonnenlicht) angekommen zu sein.

Ich kann diese Tour jedem nur empfehlen. Man macht eine Besichtigung mal auf eine ganz andere Art und meiner Beobachtung nach waren sowohl klein als auch gross absolut begeistert.

Im Nachhinein war meine Traubenzuckersorge übrigens unbegündet gewesen. Denn an der ein oder anderen Station gab es gegen ein wenig Kleingeld dann doch ein paar Snacks ;) Aber wer rechnet auch damit, dass man bei einer Salzbergwerkbesichtigung gleichzeitig noch eine Bar in 500 m Tiefe besucht ?



 Im Übrigen, habt ihr ja vielleicht schon mitbekommen. Mich gibts jetzt auch bei Facebook und Bloglovin. Besucht mich doch auch mal da und bleibt auf dem laufenden.

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Falls ihr also mal in der Nähe seid, würde ich euch einen Besuch empfehlen; sowohl m Bergwerk als auch bei Bloglovin und Facebook ;)
Und wie ich heute gelernt habe, zur Begrüßung und Verabschiedung:
Glück auf!

 Eure Sarah


Kommentare

  1. Es freut mich riesig, dass du zu dem Ausflug so einen tollen Artikel geschrieben hast! Pri4! LG CR

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    1. Klar doch! War ja auch ein wirklich spannender und toller Tag ! :)
      Liebe Grüße zurück
      SW ;)

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